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Profil Elena Büchel, Künstlername Elena Nebelitsa Seit dem Tod Ihres Vaters, einem bedeutenden Ukrainischen Künstler, hat Sie Ihren Geburtsnamen als Künstlernamen angenommen. In der Ukraine geboren, an der Universität Tschernigov studierte sie Kunst und Lehramt. Durch Ihren Vater wurde Ihr das Künstlerische schon in die Wiege gelegt. So fing es auch an. Erste Ausstellungen in der Schule, dann interne Ausstellungen an der Uni. Später in Deutschland dann die ersten Versuche auszustellen. Es ist nicht einfach gewesen für eine "No Name" Künstlerin eine Möglichkeit zu bekommen, Ihre Bilder zu präsentieren. Es sind mittlerweile 12 Jahre vergangen. Und in dieser Zeit gab es viele Ausstellungen. Hier nur einige genannt: Diabetes Zentrum (Leverkusen) 2001/2002 - Villa Poetica (Lahnstein) 2001 - Buchmesse Frankfurt 2001 mit Gallerie Artgroup Frankfurt-Moskau-Berlin - Teilnahme in OP-Art (September2001) - Teilnahme in der Ausstellung Leverkusener Künstler der Initiative Opladen e.V zu Gunsten der AIDS Hilfe 2001 - Ausstellung Jacques´ Wein-Depot 2003 - Wohnraum Ausstellung "MeisterWerk" 2005 in Leverkusen - "Grand Prix-Künstlerpreis 2007 der Europa-Union Leverkusen", In Ihren Werken (ausgenommen Auftragsmalerei) verarbeitet sie Themen wie Ängste, Leidenschaft, Mutterschaft, Schmerzen und andere. Sie stellt sich Fragen und sucht gleichsam nach Antworten. Ihr Anliegen ist es, Emotionen ein Gesicht zu verleihen. So begibt sie sich auf die Suche nach Antworten auf Fragen wie beispielweise: Wie sieht Eifersucht aus? Wie der Schmerz, die Verzweiflung, die Trauer? Die Künstlerin sagt von sich selbst, sie empfinde das künstlerische Schaffen wie ein "Füllen mit Leben" und kann sich ein Dasein ohne ihre Arbeit nicht vorstellen. |
![]() Elena Büchel geb. Nebelitsa |
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Informationen zu Mikola Nebelitsa, dem Vater von Elena Büchel
"Verführung" Die Bilder dieses Künstlers sind vielleicht für viele unverständlich und nicht ordinär. Das ist auch nichts ausergewönliches, weil über Jahrzehnte solche Art die Umwelt zu interpretieren verboten war. In unserem Bewustsein wurde ein stereotypes Kunst- bild geprägt. Er hat verschiedene Kunstarten ausprobiert und eigene entwickelt. Er nennt es Gop-Art. Aber wenn Sie mich fragen, seine Lebenssicht kommt aus besten Traditionen der Weltkunstkultur, etwas von Peter Breigel oder Mark Chagal, auch den "Roten Schrift- stellern" wie zum Beispiel Gogol, Jaroslav Gaschek, M.Bulgakow oder sogar "Eneida" von Iwan Kotlarewsky (das sind die Lieblings Schrift- steller von Mikola)- in all diesen Büchern mixt sich Fantasie, und Satire Humor- die so typisch für ukrainische Seele sind. Die Nationalfolklore ist in jedem Bild nicht zu übersehen. Eines seiner Bildern heißt "Verführung" und es scheint mir Ver- führung eigenartigen Verständnisses unseres Alltags für alle, die versuchen sein Talent zu verstehen. Ich kann nur noch hinzufügen, das Mikola unser Kollege ist und seit vielen Jahren im Polygraphischem - Graphisch- Dienst tätig ist. Text geschrieben von Vladimir Sapon, Leiter der Abteilung Bildung und Forschung der Tageszeitung "Desnanskaja Prawda" |
![]() Mikola Nebelitsa * 14.04.1945 in Tschernigov, Ukraine † 25.11.2000 in Tschernigov, Ukraine |
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" Zweiter Atem"
Am Anfang war Lust zum Malen. Nachher - Lehrgang im Kunststudio der Städtische Kinderfördereinrichtung bei Künstlerin B.O.Boguslawskaja, sie war eine vielseitige und begabte Frau.Viele Ihrer Lehrlinge sind später professionelle Künstler geworden. Einige Beispiele: Architekten Korneew, Taischew,Sidorenko, Künstler Somochwalow,Lukjanez. Mikola hat keine speziele Ausbildung abgeschlossen, was er auch nicht wermisst. Er meint das ganze System in Kunstausbildungen nicht unterstützt, sondern es ruiniert Talente. Natürlich liefert eine Hochschulausbildung Basis und Fundament, aber das wichtigste ist der Kontakt mit Freunden,Diskussionen, Auseinandersetzungen in Ateliers, Kellern und Dachspeichern. So eine Gesellschaft hat sich in den 70-er Jahren zusammengefunden, aus den jenigen die nicht anerkannt wurden, die in das ganze System nicht passten: Schubskij, Bulannij, Potapenko, Poljak, Nebelitsa. Sie gehörten zum "Underground" in Tschernigov. Die Gruppe war sehr aktiv und kreativ was in der Kunstszene ihr Bekanntschaft und Anerkennung gebracht hat.Die Werke wurden für lächerliche Preise angeboten. Aber das war die schöne Zeit großzügiger Geschenke: gefält dir - nimm mit! Im Jahr 1967 bekommt Nebelitsa eine Stelle bei Jugendzeitung. Er hat schon einiges an Erfahrungen gesammelt: Designer Arbeiten in der Werbung, die erste Mosaikarbeit in der Halle des Einkaufszentrums der Kooperative. Ab jetzt gab es zwei Leben. Eines - Arbeit bei der Zeitung damit das Geld für die Familie fließt , eine zweites- im Keller - halbdunklem Raum auf Watutinstr. 49, wo Mikola hunderte von Grafischen Werken herstellte in Acryl, Aquarel und Tinte. Für seine Schöpfungen fehlte Licht und das nötige Zubehör. Und trotzdem schafft er Still- leben Portraits, und Aktmodelle. Alte Strassen, kleine Häuser mit deren Gassen, heimatlose Katzen und Müllberge - alles das, was an Nachkriegskindheit errinnert hat. Die heile Welt der lieben Gestalten,die in Vergangenheit werschwanden. Deshalb erschienen Zyklen "Menschen und Blumen" und "Menschen und Früchte" vielen Betrachtern etwas Pessimistisch. Diese Periode ist sehr maßgebend für den Künstler als Zeit des herankommens an europäische Kultur. Außer Selbstweiterbildung in Kunstgeschichte versucht er überall, wo es möglich ist, illegale Monografien und Kataloge über Westkünstler zu bekommen. Er aboniert Kunst-und Zeitchriften, sammelt vorrevolutionszeitliche Ausgaben um einen guten Geschmack zu definieren und einen eigenen Stil zu entwickeln. Mit Mikola kann man diskutieren, übereinstimmen oder auseinadersetzen, er setzt sein Willen durch. " Man darf nicht Ausbildung mit Bildung werwechseln. Bildung systematisiert die Kenntnisse, Ausbildung macht uns und unseren Geist reicher". Teilnahme an illegalen Ausstellungen in Odessa und Moskau bringt Mikola zusammen mit interessanten Menschen, Meistern, Unabhängigen und Selbstständigen, sie haben sich "Konformisten" genannt. Damals gab es die bekannte Ausstellung in Moskau, auf dem Belajew Feld. Dort wurden auf einmal alle ausgestellten Werke dem Erdboden gleich gemacht. Alle, für die es sehr schwer war, sich in der Heimat durchzuschlagen, haben großes Interesse im Westen erweckt. Circa 200 Bilder und Grafiken von Mikola befinden sich in privaten Kollektionen außerhalb der GUS. Teilnahme an illegalen Ausstellungen, Kontakte mit Ausländer und Antikommunistische Verseerweckten die Aufmerksamkeit der Geheimdinst Durch Mangel an Beweisen wurde ein falzifizierter Prozess durchgeführt. Mikola wurde in Haft genommen. Dadurch hat er seine Arbeit verloren. Seine Frau dürfte nicht mehr ins Ausland reisen, die Tochter hat Probleme in der Schule bekommen. Es wurde ein massiver psychischer Druck auf die ganze Familie ausgeübt. Der nächste Schicksalschlag lässt nicht lange auf sich warten: nach heftigen Regenfällen wurde sein Keller-Atelier überflutet.Alle Werke wurden vernichtet. All dies hat sein Willen gebrochen. Ohne Arbeit, ohne Aussichten für die Zukunft hat man Mikola öfter und öfter betrunken gesehen. Weniger und weniger hat er gemalt. Manchmal aber schienen ganz andere Gesetze zu funktionieren: mit großer Dankbarkeit errinert sich Mikola an den ehemaligen Redakteur der Zeitung "Desnanskaja Pravda" I.I. Musichenko, der nach langer Nichtstunzeit ihm einen Arbeitsplatz besorgt hat." Ich brauche einen Künstler und nicht noch einen Agent" - waren seine Worte. Jetzt arbeitet M. Nebelitsa als Leiter der Kunstabteilung dieser Zeitung, und das seit 20 Jahren. Endlich hat er wieder Lust "unaufhaltsam zu Malen"-wie er selber sagte. Für einen Künstler ist das Freiheitsgefühl am wichtigsten . Dort beginnt die Fantasie, fröhliche Farben und lustige Gestalten. Mit seinen Arbeiten strebt er nach Zuneigung der Zuschauer. Vermitelt, dass unsere mal wunderbarere, erstaunschichere, mal absurde Welt nicht nur schokieren und entäuschen, sondern auch zum Lachen bringen kann-und das dabedeutet :die Hoffnung nicht aufgeben. Ob das nicht die Kraft der Kunst ist? " Grenzloses Optimismus der an Idiotismus grenzt- lacht Mikola-"hier sind sie international und witzig. Ein Bild Anekdot, ob das keine Kunstrichtung ist? All das sprudelt aus mir heraus und ich will es nicht aufhalten. Wenn ich ein Bild anfange, weiss ich noch nicht, womit ich das beenden werde. Erst ist die Idee da, der Titel, und dann wächst der Baum- mit Blätter, Ästen, Knospen, und Früchte. Ich weis nicht was daraus wird,ich weiß nur das aus Sonnenblumensamen keine Melonen wachsen". Ein Mann, voller Energie, Möglichkeiten, Fantasien und Kreativität arbeitet mit unverwechselbarem Zubehör und Materialien, quellt über mit neuen Ideen. Gottes Segen! Und wenn heute Jemand seine Werke kennenlernen möchte- im Kunstmuseum läuft seine Ausstellung. Pläne für die Zukunft - Vorbereitung der Jubiläums Ausstellung nach langjähriger Arbeit in der Presse. Text verfasst von T.Omelchenko Kunstkritikerin 3/06/1994 |
![]() Werke von Mikola Nebelitsa Technik: Öl Details auf Anfrage ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Werke von Mikola Nebelitsa Technik: Öl Details auf Anfrage |
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